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Bunte Grafik

Fastenzeit

Gedanken zum Thema

Bewusst auswählen

Nicht immer ist es sinnvoll, möglichst alle Aspekte eines Themas zu beleuchten. Gerade bei Kindern kann weniger hier mehr sein - wenn Sie gezielt auswählen. Sie kennen die Kinder am besten und können so das Ausgewählte besonders eindrücklich und nachhaltig vermitteln.

Wählen Sie aus den folgenden Impulsen einfach das aus, was Sie für Ihre Kindergruppe geeignet finden.

Woher und wozu

Arg reduziert?

Abb. Torte - Kindergottesdienst

„Sieben Wochen ohne Torte“ - so stand es in einer Tageszeitung zum Thema Fastenzeit. Ob sich das Thema darauf reduzieren lässt?

Hier soll es darum gehen, wo die Fastenzeit herkommt - und was sie uns heute noch geben kann. Dann können Sie auch den Kindern etwas von der Bedeutung vermitteln.

Ein Ursprung

Abb. Brotschnitte - Kindergottesdienst

Vierzig Tage (ohne Sonntage gezählt) sind es von Aschermittwoch bis Karsamstag (auch „Ostersamstag“ genannt). Ein Zeitraum, der uns bekannt ist: Mose ist so lange auf dem Berg Sinai 2Mo 34,28, 5Mo 9,18, Elia läuft so lange zum Berg Horeb 1Kön 19,8, Jesus bleibt so lange in der Wüste Mt 4,2. Und alle essen sie nichts während dieser vierzig Tage.

Die Zeit vor Ostern steuert zu auf die Leidenszeit Jesu und seinen Tod. Traditionell haben die Christen sich in dieser Zeit Beschränkungen beim Essen auferlegt - und die Zeit zum Nachdenken und zur Buße genutzt.

Wozu taten Sie das? Um herausfinden, woran sie wirklich hingen - um dann bewusst genau darauf zu verzichten: eine Neuorientierung.

Ganz neuer Aspekt

Neben dem klassischen Gesichtspunkt des Verzichtens bringt Gott mit dem Fasten aber noch einen ganz anderen Aspekt in Zusammenhang. Zumindest wir Mitarbeiter sollten darüber einmal nachdenken: Jes 58,6-7.

Mit Kindern „fasten“

Aus Kinderperspektive

Abb. Bär - Kindergottesdienst

Auch aus der Perspektive der Kinder kann Fastenzeit real erlebt werden - wenn Sie ihnen Beispiele aus ihrem Lebensbereich geben. Überlegen Sie miteinander, was das Fasten bewirken soll. Denn die Auswirkungen sind wichtiger als das „Fasten“ selbst. Und bringen Sie es auf den kindgerechten Nenner: „Fasten: Mehr für den anderen, weniger für mich selbst.“

Nur ein Beispiel: Sarah überlässt ihrem kleinen Brüderchen Leon ein Spielzeug, das sie am liebsten sofort wieder selbst haben möchte - und das sie „eigentlich“ niemals ausleihen würde.

Erst heranführen

Abb. Jesus betet und fastet in der Wüste - Kindergottesdienst

Erklären Sie den Kindern zunächst, was man tut, wenn man tatsächlich fastet. Eindrucksvoll ist hier sicherlich auch die Begebenheit, wo Jesus sich nach seiner Taufe in der Wüste aufhält, Mt 4,2, und schließlich großen Hunger hat.

Was tat Jesus denn in diesen vierzig Wüstentagen? Er betete - redete ungestört mit seinem Vater im Himmel. Das kann uns Mitarbeitern ein Vorbild sein: zur Nachahmung empfohlen - auch für die Kinder.

Erst dann leiten Sie über zu Ideen, die unserem Motto folgen: „Fasten: Mehr für den anderen, weniger für mich selbst“. So können die Kinder gedanklich folgen.

Beispiele finden

Abb. Einkaufstüte - Kindergottesdienst

Denken Sie sich einige Beispiele aus und fragen Sie die Kinder nach weiteren Ideen - es wird ein konstruktives Zusammentragen von möglichem „Fasten“ werden: Den Eltern folgen, für die Nachbarin ein paar Sachen einkaufen, ein Lieblings-Spielzeug ausleihen. Das lässt sich prima spielerisch umsetzen über die Fastenbörse.

Spiel Fastenbörse

Klar, dass auch Hilfe für arme Kinder in anderen Ländern ein Thema sein kann. In dem Fall werden Ideen und Realisierung die Fastenzeit weit überleben.

Klar machen

Den Kindern - und uns - muss klar werden, dass „Fasten“ kein Druckmittel ist, um Segen oder sogar die Errettung von Gott zu erzwingen. Es ist ein freiwilliges „Danke!“ für eine Vorleistung: Für das Rettungsangebot von Jesus. Und das wird einfach durch Glauben in Anspruch genommen.

Spiele zum Thema Fastenzeit

Spielerisch vertiefen

Mit Spielen schaffen Sie ein gemeinsames Erlebnis. Auf diese Weise bleibt den Kindern das Besprochene und Erlebte eindrücklicher in Erinnerung. Und manchmal berichten die Kinder anschließend zu Hause von den Spielen. So kommt manches sogar dort nochmal zur Sprache.

Weitere Spiele, zu anderen Themen, für drinnen und draußen finden Sie in der Spiele-Galerie.

Fasten-Börse

AltersgruppeSchulkinder 1.KlasseSchulkinder 2.KlasseSchulkinder 3.Klasse

Zuerst die Kiste

Abb. Fastenbörse - Kindergottesdienst

Zunächst basteln Sie mit den Kindern eine kleine bunte Kiste. Dort hinein kommen später Vorschläge zu kindgerechtem „Fasten“

Ein geeigneter Verpackungskarton (z.B. Pappkarton eines Müsli) wird zerlegt und mit der bedruckten Seite nach innen wieder zugeklebt. Zuvor wird die unbedruckte Seite der Kiste mit Wasserfarbe bunt angemalt. Es können durchaus mehrere Kinder gleichzeitig malen.

Tipp zur Trocknung

Verwenden Sie (mild) heißes Wasser für die Farbe - dann trocknet sie in Windeseile. Ein Fön erledigt nötigenfalls den Rest.

Mehr zu dieser Kiste lesen Sie in der Rubrik Nützliches.

Rappelbox

Ideen sammeln

Wenn die Kiste fertig ist, tragen Sie in der Runde der Kinder gemeinsam „Fastenideen“ zusammen. Beispiele: 5 mal beim Abtrocknen helfen statt spielen. 3 mal das liebste Spielzeug dem kleinen Brüderchen ausleihen. 5 mal freiwillig aufräumen usw.

Lassen Sie die Kinder vorschlagen - es wird sich genug finden! Alle Ideen schreiben Sie auf Kärtchen und werfen Sie in die Kiste.

Der Handel beginnt

Und nun beginnt der Handel an der Fastenbörse. Jedes Kind zieht reihum eine Karte aus der Kiste, bis sie leer ist. Jetzt darf munter getauscht werden, bis jeder „zufrieden“ ist. Zuhause wird zur Tat geschritten ...

Wie schon weiter oben erwähnt: Machen Sie den Kindern klar, dass „Fasten“ keine Eigenleistung, sondern ein Dankeschön ist. Nochmals unser Motto: „Fasten: Mehr für den anderen, weniger für mich selbst“.

Teller raten

AltersgruppeVorschulkinderSchulkinder 1.KlasseSchulkinder 2.KlasseSchulkinder 3.Klasse

Anderen etwas abgeben

Abb. Spiel Tellerraten - Kindergottesdienst

Decken Sie den Tisch mit zwei Gedecken - jeweils Messer, Gabel, Serviette und ein Schälchen (Schüsselchen). Aufgepasst: das Schälchen wird kopfüber gedeckt, so dass man nicht darunter sehen kann.

Ein Kind muss den Raum kurz verlassen. Nun wird unter einem der beiden Schälchen etwas versteckt: Gummibärchen, Keks, Waffel, Apfelstückchen, etc. Klar, dass absolutes Stillschweigen vereinbart wird! Jetzt darf das Kind wieder hereinkommen.

Hebt es das richtige Schälchen hoch - darf es den „Gewinn“ einem Kind seiner Wahl abgeben. Achten Sie auf „gerechtes“ Verteilen beim Abgeben.

Wasser heben

AltersgruppeSchulkinder 2.KlasseSchulkinder 3.Klasse

Geschicklichkeit gefragt

Abb. Spiel Wasser heben - Kindergottesdienst

Wasser ist ein wertvolles Gut - und das Trinken darf nicht vernachlässigt werden, wenn tatsächlich gefastet wird. Ein fröhliches Spiel ums Wasser - bei dem man schon etwas Geschicklichkeit braucht.

Dieses Material brauchen Sie

Wichtig: Dünne Trinkhalme eignen sich nicht! Verwenden Sie idealerweise Trinkhalme aus Bambus, Edelstahl, Glas oder Papier.

So wird gespielt

Jeweils zwei Gläser werden nebeneinandergestellt. Vor jedes Trinkglas-Paar darf sich ein Kind setzen. Das rechte Glas füllen Sie immer zur Hälfte mit Wasser und stellen den Trinkhalm hinein. Nicht vergessen: Küchentuch unterlegen.

Nun wird’s spannend. Auf Kommando geht es los. Jedes Kind hält mit dem Daumen den Trinkhalm zu, hebt ihn ins leere Glas hinüber und nimmt den Daumen wieder fort. Das Wasser im Halm sprudelt heraus. Nun schnell wieder ins volle Glas eintauchen, Halm zuhalten, ins leere Glas sprudeln lassen und so fort. Je dicker der Halm und je koordinierter die Bewegungen, umso besser.

Wann wird der Gewinner bestimmt?

Das komplette Umfüllen würde natürlich zu lange dauern. Also bestimmen Sie den Gewinner ziemlich zügig, nämlich sobald ein Kind deutlich mehr Wasser umgefüllt hat als das andere.

Mehr zum Wasser

Früchte raten

AltersgruppeSchulkinder 2.KlasseSchulkinder 3.Klasse

Spielzeug-Früchte ertasten

Abb. Spiel „Bartimäus, was siehst Du?“

Zur Fastenzeit können sie das Spiel „Bartimäus, was siehst Du?“ einfach umwidmen: Besorgen Sie sich Spielzeug-Früchte oder -Gemüse wie Apfel, Banane, Zwiebel, Tomate, Gurke, Erdbeere oder andere Spielzeug-Lebensmittel. Jeweils eine Frucht wird unter dem Tuch versteckt. Die Kinder dürfen tasten und raten.

Tastspiel

Bilder zum Thema Fastenzeit

Anschaulich vertiefen

Bilder zu den Themen helfen den Kindern, sich ihr eigenes Bild vom Geschehen auszudenken. Weitere Bilder, zu anderen Themen, finden Sie im Bereich Bildmaterial.

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Ausmalbild Jesus betet und fastet in der Wüste - Kindergottesdienst

Ausmalbild „Jesus betet und fastet in der Wüste“

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