Zuletzt aktualisiert:
5. April 2026
Impulse zum Thema
Bewusst auswählen
Nicht immer ist es sinnvoll, möglichst alle Aspekte
eines Themas zu beleuchten. Gerade bei Kindern kann
weniger hier mehr sein - wenn Sie gezielt
auswählen. Sie kennen die Kinder am besten und können
so das Ausgewählte besonders eindrücklich und
nachhaltig vermitteln.
Wählen Sie aus den folgenden Impulsen einfach das aus,
was Sie für Ihre Kindergruppe geeignet finden.
Woher und wozu
Arg reduziert?
„Sieben Wochen ohne Torte“ - so stand es in einer
Tageszeitung zum
Thema Fastenzeit. Ob sich das Thema darauf reduzieren lässt?
Hier soll es darum gehen, wo die Fastenzeit herkommt - und was
sie uns heute noch geben kann. Dann können Sie auch den Kindern
etwas von der Bedeutung vermitteln.
Ein Ursprung
Vierzig Tage (ohne Sonntage gezählt) sind es von
Aschermittwoch bis einschließlich
Karsamstag (auch „Ostersamstag“ genannt).
Ein Zeitraum, der uns bekannt ist:
Mose
ist so lange auf dem Berg Sinai
2Mo 34,28,
5Mo 9,18,
Elia
läuft so lange zu dem Berg Horeb
1Kön 19,8,
Jesus bleibt so lange in der Wüste
Mt 4,2.
Und alle essen sie nichts während dieser vierzig Tage.
Die Zeit vor
Ostern
steuert zu auf die Leidenszeit Jesu und seinen Tod.
Traditionell haben die Christen sich in dieser Zeit Beschränkungen beim
Essen auferlegt - und die Zeit zum Nachdenken und zur
Buße
genutzt.
Wozu taten Sie das? Um herausfinden, woran sie wirklich hingen - um
dann bewusst genau darauf zu verzichten: eine
Neuorientierung.
Ganz neuer Aspekt
Neben dem klassischen Gesichtspunkt des Verzichtens bringt Gott mit dem Fasten
aber noch einen ganz anderen Aspekt in Zusammenhang. Zumindest wir Mitarbeiter
sollten darüber einmal nachdenken:
Jes 58,6-7.
Mit Kindern „fasten“
Real aus der Kinderperspektive
Auch aus der Perspektive der Kinder kann Fastenzeit real erlebt
werden -
wenn Sie ihnen Beispiele aus ihrem Lebensbereich geben. Überlegen Sie
miteinander,
was das Fasten bewirken soll. Denn die Auswirkungen sind wichtiger als das
„Fasten“ selbst. Und bringen Sie es auf den kindgerechten
Nenner:
„Fasten: Mehr für den anderen, weniger für mich selbst.“
Ein Praxis-Szenario
Sarah überlässt ihrem kleinen Brüderchen Leon ein Spielzeug,
das sie am liebsten sofort wieder selbst haben möchte - und das sie
„eigentlich“ niemals ausleihen würde.
Heranführen ist wichtig
Erklären Sie den Kindern zuerst, was man tut, wenn man tatsächlich
fastet. Eindrucksvoll ist hier sicherlich auch die Begebenheit, wo
Jesus sich nach seiner
Taufe
in der
Wüste
aufhält,
Mt 4,2,
und schließlich großen Hunger hat.
Was tat Jesus denn in diesen vierzig Wüstentagen? Er betete - redete
ungestört mit seinem Vater im Himmel. Dieses ungestörte Reden kann uns
Mitarbeitern ein Vorbild sein: zur Nachahmung empfohlen - auch für die Kinder.
Erst dann leiten Sie über zu Ideen, die unserem Motto folgen:
Fasten: Mehr für den anderen, weniger für mich selbst“.
So können die Kinder gedanklich folgen.
So finden Sie Beispiele
Denken Sie sich einige Beispiele aus und fragen Sie die Kinder nach
weiteren Ideen - es wird ein konstruktives Zusammentragen von möglichem
„Fasten“ werden: Den Eltern folgen, für die Nachbarin ein paar
Sachen einkaufen, ein Lieblings-Spielzeug ausleihen. Das lässt sich prima
spielerisch umsetzen über die
Fastenbörse.
Spiel Fastenbörse
Klar, dass auch Hilfe für arme
Kinder in anderen Ländern
ein Thema sein kann. In diesem Fall werden Ideen und Realisierung die
Fastenzeit weit überleben.
Das muss klar sein
Den Kindern - und uns - muss natürlich klar werden, dass
„Fasten“
kein Druckmittel ist, um
Segen
oder sogar die
Errettung
von Gott zu erzwingen.
Es ist ein freiwilliges „Danke!“ für eine Vorleistung: Für das
Rettungsangebot von Jesus. Und das wird einfach durch Glauben in Anspruch
genommen.
Der Fasten-Schatz
Das Verzichten reizvoller machen
Wer möchte nicht gerne einen Schatz finden, am besten in einer beeindruckenden
Schatztruhe verborgen? Wenn von einem Schatz die Rede ist, leuchten die
Kinderaugen. Die kindgerechte Menge an Verzicht in der Fastenzeit können
die Kinder als Fasten-Schatz in einer „Schatztruhe“
aufbewahren - für nach der Fastenzeit.
Das vorübergehende Aufbewahren eignet sich für allerlei Dinge,
auf die während der Fastenzeit (oder einem Teil davon) verzichtet wird.
Das sind hauptsächlich natürlich länger haltbare Sachen wie beispielsweise
Unkomplizierte Schatztruhe
Lassen Sie jedes Kind eine Schachtel oder Dose von zuhause mitbringen. Daraus
wird mit einfachen Mitteln die Schatztruhe für den Fasten-Schatz. Klar, dass Sie
ein paar Schachteln oder Dosen bereithalten, falls einige Kinder dann doch
ihre eigenen vergessen haben oder wenn
neue Kinder
da sind.
Prima geeignet sind Müsli-Schachteln, Zwieback-Dosen, Lebkuchen-Dosen,
Lebkuchen-Kisten, zur Not auch größere Frischhalte-Dosen oder
Bonbon-Gläser.
Ein Label ausmalen und aufkleben
Aus Dose oder Schachtel wird im Nu eine Schatztruhe. Die Kinder brauchen nur
einen attraktiven Aufkleber. Den drucken oder kopieren Sie einfach, lassen ihn
farbenfroh ausmalen und abschließend wird er aufgeklebt. Hier finden Sie auch
eine bunte Variante, als Farb-Vorlage oder direkt zum Verwenden.
Das Aufkleben klappt mit
Klebestift
oder einem transparenten Klebestreifen. Bastelkleber sollten Sie hier
vermeiden, er wellt das
Papier
unschön und schließlich sollen vor allem die Dosen später ohne Beschädigung
wieder verwendet werden.
Kopier-Vorlage Fasten-Schatz
Klicken Sie auf die Vorlagen, um sie in voller Größe zu sehen und herunterzuladen.
Kopier-Vorlage Fasten-Schatz.
Auf DIN-A4-Blatt drucken, ausmalen, ausschneiden, aufkleben
Kopier-Vorlage Fasten-Schatz, koloriert
Verantwortung gefragt
Achten Sie beim Umgang mit den Dosen und Schachteln darauf,
dass diese hygienisch einwandfrei sind bzw. bleiben, wenn darin später
Lebensmittel aufbewahrt werden sollen.
Spiele zum Thema Fastenzeit
Spielerisch vertiefen
Mit Spielen schaffen Sie ein gemeinsames Erlebnis. Auf diese Weise bleibt den
Kindern das Besprochene und Erlebte eindrücklicher in Erinnerung. Und
manchmal berichten die Kinder anschließend zu Hause von den Spielen.
So kommt manches sogar dort nochmal zur Sprache.
Weitere Spiele, zu anderen Themen, für drinnen und draußen finden Sie in der
Spiele-Galerie.
Fasten-Börse
Die passende Kiste
Zunächst basteln Sie mit den Kindern eine kleine bunte
Kiste.
Dort hinein kommen später Vorschläge zu kindgerechtem „Fasten“
Ein geeigneter Verpackungskarton (z.B. XXL-Pappkarton eines Müsli) wird
vorsichtig an den geklebten Stellen zerlegt und mit der bedruckten Seite
nach innen wieder
zugeklebt.
Zuvor wird die unbedruckte Seite der Kiste mit
Wasserfarbe
bunt angemalt. Es können durchaus mehrere Kinder gleichzeitig malen.
Rappelbox
Heißkleber
Deckfarben
Trocknung: So geht's
Verwenden Sie (mild) heißes Wasser für die Farbe - dann trocknet
sie in Windeseile. Ein Fön erledigt nötigenfalls den Rest.
Jetzt die Ideen sammeln
Wenn die Kiste fertig ist, tragen Sie in der Runde der Kinder gemeinsam
„Fastenideen“ zusammen. Beginnen Sie selbst mit ein paar
Beispielen, um die mögliche Vielfalt anzudeuten.
Beispiele für den 7-Wochen-Zeitraum:
• 5 mal beim Abtrocknen helfen statt spielen.
oder
• 3 mal das liebste Spielzeug dem kleinen Brüderchen ausleihen.
oder
• 5 mal freiwillig aufräumen
Lassen Sie die Kinder vorschlagen - es wird sich genug finden! Alle
Ideen schreiben Sie auf Kärtchen und werfen Sie in die Kiste.
Der Handel beginnt
Und nun beginnt der Handel an der Fastenbörse. Jedes Kind zieht reihum
eine Karte aus der Kiste, bis sie leer ist. Jetzt darf munter
untereinander getauscht werden,
bis jeder „zufrieden“ ist.
Zuhause wird zur Tat geschritten …
Für die Praxis
- Möchte ein Kind keine Karte(n) aus der Kiste ziehen, ist das
natürlich auch in Ordnung.
- Wenn Kinder im Verlauf der Fastenzeit von ihren "Börsen"-Erlebnissen
berichten möchten, sollten Sie das ermöglichen. Es versteht sich aber
von selbst, dass nicht reihum nach Ergebnissen gefragt wird.
- Wie schon weiter oben erwähnt: Machen Sie den Kindern klar, dass
„Fasten“ keine Eigenleistung, sondern ein Dankeschön ist.
Nochmals unser Motto: „Fasten: Mehr für den anderen, weniger für
mich selbst“.
Teller raten
Anderen etwas abgeben
Decken Sie den Tisch mit zwei Gedecken - jeweils Messer, Gabel,
Serviette und ein Schälchen (Schüsselchen). Aufgepasst: das Schälchen
wird kopfüber gedeckt, so dass man nicht darunter sehen kann.
Ein Kind verlässt für wenige Sekunden den Raum. Schnell wird unter einem
der beiden Schälchen etwas
versteckt:
Gummibärchen, Keks, Waffel,
Apfelstückchen,
etc. Klar, dass absolutes Stillschweigen vereinbart wird! Jetzt darf das
Kind wieder hereinkommen.
Hebt es das richtige Schälchen hoch - darf es den „Gewinn“
einem Kind seiner Wahl abgeben. Achten Sie auf „gerechtes“
Verteilen beim Abgeben.
Verantwortung gefragt
Beachten Sie die Hygieneregeln und im Zusammenhang mit Früchten
und Nüssen die Möglichkeit von Allergien bei den Kindern.
Wasser heben
Geschicklichkeit gefragt
Wasser
ist ein wertvolles Gut - und das Trinken darf nicht vernachlässigt
werden, wenn tatsächlich gefastet wird. Ein fröhliches Spiel ums Wasser -
bei dem man schon etwas Geschicklichkeit braucht.
Mehr zum Wasser
Dieses Material brauchen Sie
- 4 gleiche robuste Trinkgläser
- 2 möglichst dicke
Trinkhalme
Wichtig: Dünne Trinkhalme eignen sich nicht! Verwenden Sie idealerweise
Trinkhalme aus Bambus, Edelstahl, Glas oder Papier.
So wird gespielt
Jeweils zwei Gläser werden nebeneinandergestellt. Vor jedes Trinkglas-Paar darf
sich ein Kind setzen. Das rechte Glas füllen Sie immer zur Hälfte mit Wasser
und stellen den Trinkhalm hinein. Weil sicher auch etwas verkleckert wird, sollten
Sie ein Küchentuch oder saugfähiges Stofftuch unterlegen.
Nun wird’s spannend. Auf Kommando geht es los. Jedes Kind hält mit dem
Daumen den Trinkhalm zu, hebt ihn ins leere Glas hinüber und nimmt den Daumen
wieder fort. Das Wasser im Halm sprudelt heraus. Nun schnell wieder ins volle
Glas eintauchen, Halm zuhalten, ins leere Glas sprudeln lassen und so fort.
Je dicker der Halm und je koordinierter die Bewegungen, umso besser.
Wann wird der Gewinner bestimmt?
Das komplette Umfüllen würde natürlich viel zu lange dauern. Also bestimmen Sie
den Gewinner ziemlich zügig, nämlich sobald ein Kind deutlich mehr Wasser
umgefüllt hat als das andere.
Ähnliches Spiel mit Wasser
Früchte raten
Spielzeug-Früchte ertasten
Zur Fastenzeit können sie das Spiel
„Bartimäus, was siehst Du?“
einfach umwidmen: Besorgen Sie sich Spielzeug-Früchte oder -Gemüse wie Apfel,
Banane, Zwiebel, Tomate, Gurke, Erdbeere oder andere Spielzeug-Lebensmittel.
Jeweils eine Frucht wird unter dem Tuch versteckt. Die Kinder dürfen tasten
und raten.
Tastspiel